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Seit über fünf Jahrzehnten steht der Dachverband der Regensburger Sozialen Initiativen mit seinen Mitgliedern für freiwillige soziale Arbeit im Interesse von sozial benachteiligten Menschen unserer Stadt.
Als flexibler und unbürokratisch arbeitender Dachverband können die Sozialen Initiativen Regensburg e.V. schnell auf soziale Fragen reagieren.
Gelebte Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe sind dabei die Grundprinzipien eines überwiegend ehrenamtlichen Engagements.
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Netzwerktreffen im MGH
Am 03. Juli fand im Mehrgenerationenhaus (MGH) ein Netzwerktreffen verschiedener sozialer Akteure statt. Die Gastgeberinnen waren Melissa Voet (Hausleitung MGH) und Sarah Walther-Young (Leiterin des Quartiersprojekt Regensburg). Anwesend waren VertreterInnen folgender Organisationen: FreiwilligenAgentur, IN-Via Frauentreff, ejsa Familienzentrum, Seniorenamt, TPS-Aktivzentrum, MGH, CampusAsyl, Caritas Beratungszentrum und ich für den DONAUSTRUDL.
Von Beginn an wurde sich in guter Atmosphäre interessiert ausgetauscht. Zunächst gab es eine Vorstellungsrunde, in der alle TeilnehmerInnen die folgenden Fragen beantworteten: Was ist das Besondere an meiner Einrichtung? Ich biete… Ich suche… Die Beantwortung dieser Fragen gab uns einen Überblick über das Angebot und die Ressourcen der jeweiligen Organisation und die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten, Ergänzungen oder Wege der Zusammenarbeit zu identifizieren. Im Anschluss wurden vier Kleingruppen gebildet, die sich jeweils damit auseinandersetzten, was aus Netzwerktreffen wachsen kann, wie eine sinnvolle Zusammenarbeit aussehen kann und welche Potentiale es in der Stadt gibt. So konnte erarbeitet werden, ob und wie sich die verschiedenen Organisationen eine weitere Vernetzung vorstellen können. Dabei waren sich alle einig, dass es weitere Treffen geben soll. Am Schluss konnten wir unseren (utopischen) Fantasien für diese Stadt freien Lauf lassen.
Ich denke Vernetzung ist in der Sozialen Arbeit von großer Bedeutung, da Hilfen besser koordiniert werden können, Fachwissen ausgetauscht wird, Ressourcen geteilt werden können und Probleme sowie Lösungen in einem ganzheitlichen Kontext gesehen werden können. Damit wird auch die Qualität der Unterstützung erhöht.
Weiterlesen: Neues vom Sozialdienst - Netzwerktreffen im MGH
Beim Benefizfußballturnier auf dem Neupfarrplatz zugunsten der Sozialen Initiativen und Rafael e.V. ging die Deutsche Ärzte-Fußballnationalmannschaft als Sieger vom Platz.
Text und Fotos: Martina Groh-Schad (mgs)


Der Schweiß floss in Strömen. Beim Benefizfußballturnier der Sozialen Initiativen e.V. und Rafael e.V. auf dem Regensburger Neupfarrplatz glühte der Boden vor Hitze bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger eröffnete das vierstündige Turnier mit dem Anstoß. Sechs Mannschaften aus Regensburg traten gegen zwei Mannschaften der Deutschen Ärzte-Fußballnationalmannschaft an und kämpften um den Sieg. Mit dabei waren ein Team der VR Bank RegensburgSchwandorf, der BVB Fanclub Regensburg Donau-Pöhler, das Team Streetworker-Rafael, das Team Stadträte- Stadtmarketing, der Fußballtreff Regensburg und der Kaufladen für Erwachsene (KfE*).
Auf dem Platz spielten drei gegen drei im Soccer Court der Bananenflanke. Vier Stunden lang kämpften die Mannschaften um jedes Tor, begleitet vom Jubel der Zuschauer, die sich um das Spielfeld tummelten. Spielleiter Hannes Rauch sorgte für zusätzlichen Jubel und Applaus durch technischen Einsatz, was die gute Stimmung weiter erhöhte. Wem auf dem Platz doch zu heiß wurde, der zog sich ins Degginger zurück, wo die Spieler vom Team von Werner Zapf versorgt wurden und Gebäck vom Schifferl genießen konnten.
Auch die neue Wassersprühanlage auf dem Neupfarrplatz war beliebt. Tor für Tor fiel, doch am Ende mussten sich die Regensburger Mannschaften der sportlichen Übermacht der Deutschen ÄrzteFußballmannschaft beugen. Das allerdings erstaunt nicht, denn es waren Spieler auf dem Platz, die unter den Ärzte-Mannschaften zur Weltelite zählen. So ging bei der letzten Ärzte-Weltmeisterschaft in Irland 2025 ein Team als dritte Sieger von 24 Nationen vom Platz.
Die neu gegründete Frauen-Ärztemannschaft wurde sogar Weltmeister. Die nächste Meisterschaft erwartet die Fußball-Ärzte im Dezember 2026 in Costa Rica. So landeten die Ärzte auf den Plätzen 1 und 2 und bekamen vom Oberbürgermeister Pokale überreicht. Den dritten Platz sicherte sich der Fußballtreff Regensburg, dicht gefolgt vom Team der VR Bank.
Gespielt wurde zugunsten der Initiierung eines Trauerkontaktladens, den die Sozialen Initiativen e.V. in Regensburg als Erste Hilfe-Anlaufstelle für Trauernde ins Leben rufen wollen. Zudem soll die Hälfte der gesammelten Spenden an Rafael e.V. fließen, die sich um die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung kümmern. Unterstützt wurde das Turnier von der Bürgerstiftung der VR Bank Regensburg-Schwandorf mit 7000 Euro, der REWAG mit 1000 Euro sowie einer Spende der Ärzte-Mannschaft, ebenfalls in Höhe von 1000 Euro. Am Rande des Spielfelds sorgten Mitglieder der Sozialen Initiativen e.V. mit Ständen für Unterhaltung. Mit dabei die Initiative Kreaherz, die mit Kindern bastelte, die Hilfe für Geflüchtete e.V., die selbst genähte Waren anbot, die Kindertrauerbegleitung e.V., die ihr Angebot vorstellte, eine Los-Lotterie der Sofa-Treffs der Sozialen Initiativen, ein Glücksrad der Neuen Regensburger Spielzeughilfe sowie Informationsstände von Rafael e.V., den Sozialen Initiativen e.V. und dem Lions Club Castra Regina.
Reinhard-Kellner-Friedenspreis
Foto: Claudia Erdenreich Friedenspreis
Wir wollen mehr Friedensstifter ins Licht rücken! Erstmals wurde der Reinhard-Kellner-Friedenspreis vergeben.
Erster Preisträger ist Dr. Gustav Rosenstein, Gründer der Ortsgruppe der weltweiten Bewegung von Religions for Peace (RfP), der den Regensburger Ableger 1991 im Zuge des Irak-Kriegs ins Leben gerufen hat und über 23 Jahre lang monatliche Treffen von Religionsgemeinschaften sowie ein jährliches Friedensgebet zeitgleich zu Festen der Sozialen Initiativen e.V. organisiert hat. Reinhard Kellner war ein Unterstützer der ersten Stunde und so erstaunt es nicht, dass Gustav Rosenstein Reinhard als „Hoffnungsgeber“ bezeichnet.
Für Reinhard gingen Frieden und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand. Wir können den Weltfrieden kaum beeinflussen, aber wir können viel für den Friedenserhalt in unserem unmittelbaren Lebensumfeld tun, so sein Antrieb und einer von vielen Gründen für ihn, sich zu engagieren.
Bei dem vom Dachverband der Sozialen Initiativen e.V. gemeinsam mit dem Lions Club Castra Regina gestifteten Preis handelt es sich um den Friedensträumer. Es ist eine Nachbildung im kleinen Format der 2024 beim Gassenfest entwickelten Statue unter Federführung des Fördervereins Aktion Kultur Sozial e.V. Beim Fest wurde die Säule gemeinsam mit Kindern gestaltet.
Bei einem Festakt im Leeren Beutel wurde nun die erste Verleihung des Reinhard-Kellner-Friedenspreises im Beisein von vielen Mitgliedern der Sozialen Initiativen und von Religions for Peace sowie Vertretern der Stadt wie Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gefeiert. Sie würdigte den Einsatz für den Frieden von Reinhard Kellner und Gustav Rosenstein.
Der Reinhard-Kellner-Friedenspreis ist als Wandertrophäe konzipiert und soll künftig alle zwei Jahre auf Vorschlag der Bevölkerung vergeben werden, um engagierte Regensburger zu ehren, die sich für den Erhalt des Friedens in der Stadt einsetzen.
Sofa-Treffs der Sozialen Initiativen e.V. können fortgesetzt werden
Die Sofa-
Treffs der Sozialen Initiativen (SI) e.V. können wie von Reinhard Kellner gewünscht fortgesetzt werden. Sofa steht hier als Abkürzung für sozial und offen für alle. Aktuell laden die SI am Dienstag ins Schreiberhaus in Stadtamhof, am Mittwoch ins PaulGerhardt-Haus der Barmherzigen Brüder und am Donnerstag in den Kaufladen für Erwachsene in der Guerickestraße zum gemeinsamen Frühstücken ein. In geselliger Runde wird jeweils von 10 bis 12 Uhr der Einsamkeit der Kampf angesagt, Tagesstruktur geboten und Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Mit Unterstützung der Stadt Regensburg soll das Angebot im Stadtgebiet noch ausgeweitet werden. Einen Eindruck über das Projekt verschaffte sich aktuell auch Sozialbürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein im Schreiberhaus.
Foto: Martina Groh-Schad
Wo finden wohnungs- und obdachlose Menschen Hilfe?
Neuer Flyer der Sozialen Initiativen e.V. wurde vorgestellt.
Unterstützt durch den Lions Club Castra Regina konnten die Sozialen Initiativen e.V. einen neuen Flyer veröffentlichen. Eva Höschl hat das Projekt noch gemeinsam mit Reinhard Kellner auf den Weg gebracht. Der Flyer im Hosentaschenformat bietet auf einen Blick Informationen darüber, wo Menschen in Not übernachten können, wo sie Kleidung und Essen bekommen, sich duschen können oder medizinische Hilfe erhalten. Der Flyer liegt überall dort aus, wo Menschen in Not Hilfen bekommen.

** Neue SI-Vorstandsvorsitzende **
Die langjährige SI-Stellvertreterin von Reinhard Kellner, Martina Groh-Schad, wurde gemäß der Satzung vom Vorstand einstimmig zur Vorstandsvorsitzenden gewählt. In den kommenden Monaten soll der derzeit offene fünfte Vorstandsposten neu besetzt werden. Im kommenden Frühjahr stehen bei dem Dachverband die regulären Vorstandswahlen gemäß der Satzung im zweijährigen Turnus an.
Der aktuelle SI-Vorstand (v.l.n.r.) mit Moatasam Yunes, Martina Groh-Schad, Sabine Watzlawik und Petra Schrod.
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